Die Pollenallergie
- 18. Sept. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 15. Okt. 2025

Patientin, 36 Jahre. Hauptbeschwerde: Saisonaler Pollenallergie seit über 4 Jahren.
Aktuelle Anamnese: Jährlich von Mai bis August wird durch Pollen, Tierhaare und Gräser eine Allergie ausgelöst. Symptome sind anfallsartiges Niesen, verstopfte und juckende Nase, klarer Nasenausfluss, gerötete und juckende Augen sowie im schlimmeren Fall juckender Rachen und Müdigkeit. Die orale Einnahme von Antiallergika zeigt keine deutliche Wirkung. Die anhaltenden Symptome beeinträchtigen erheblich das tägliche Leben und die Arbeit. Daher sucht die Patientin eine traditionell chinesische Behandlung auf.
Körperliche Untersuchung: Zunge blassrot, dünner weißer Belag, der Puls ist dünn (xi) und leicht oberflächlich (fu).
Diagnose und Pathomechanismus aus Sicht der TCM: Die Erkrankung wird als „Pollenallergie“ (Huafen Guomin) eingeordnet. Es liegt ein Muster von Qi-Mangel der Lunge und der Milz sowie eine Schwäche der Abwehrkraft (Weiqi) vor. Der Lungen-Mangel führt zu einer Unterversorgung der Nase, der Milz-Mangel zu einer ungenügenden Bildung von Qi und Blut. Äußere pathogene Faktoren dringen aufgrund der Schwäche ein, und Körperflüssigkeiten ergießen sich nach außen, was sich in Niesen und Nasenausfluss zeigt.
Akupunkturbehandlung:
In der Akutphase: Akupunktur der Punkte Yintang (EX-HN3), Yingxiang (LI20), Hegu (LI4), Lieque (LU7), Fengchi (GB20) und Quchi (LI11). Die Nadeltechnik ist gleichmäßig tonisierend und sedierend (ping bu ping xie). Zusätzlich Moxibustion am Punkt Shenque (RN8) zur Stärkung des Yang und der Oberfläche.
In der Remissionsphase: Akupunktur der Punkte Feishu (BL13), Pishu (BL20), Zusanli (ST36), Baihui (DU20) und Dazhui (DU14). Die Nadeltechnik ist tonisierend (bu fa) und wird mit Moxibustion kombiniert, um die Konstitution zu stärken.
Heilungseffekt: Nach einer Behandlung von zweimal wöchentlich über einen Monat ließen die Symptome nach, und die Anfallshäufigkeit verringerte sich. Nach weiteren 3 Monaten Behandlung hatte sich der Zustand deutlich verbessert; ein normales Leben und Arbeiten waren möglich. Nach einer kontinuierlichen Behandlungsdauer von 4 Monaten wurde die Therapie pausiert. Der Arzt empfahl, im folgenden Jahr vor der erwarteten Saison mit einer präventiven Konsolidierungsbehandlung zu beginnen, um die Erkrankung an der Wurzel zu behandeln.




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